Flöhe bei Hunden und Katzen Drucken E-Mail
Flöhe sind bei Hunden und Katzen eine der am häufigsten vorkommenden Parasitenarten. Da Flöhe durch die Bisse nicht nur lästigen Juckreiz hervorrufen, sondern auch Krankheiten übertragen können, ist es wichtig, sie möglichst schnell und umfassend zu bekämpfen.

Der Katzen- und Hundefloh
Flöhe werden durchschnittlich 2-3 mm groß und haben eine rötlich-braune Färbung. Sie sind flügellos, besitzen jedoch kräftige Sprungbeine mit denen sie bis zu 30 cm hoch und einen halben Meter weit springen können. Mit Hilfe ihres Stech- und Saugrüssels ernähren sie sich von dem Blut des Wirtes.
Es gibt verschiedene Arten von Flöhen wie z.B. den Katzenfloh sowie den Hundefloh. Jedoch sind sie selten wirtsspezifisch, das heißt Katzenflöhe kommen beispielsweise auch auf Hunden vor und selbst der Mensch kann von ihnen befallen werden.

Flohzyklus
Die Dauer des Flohzyklus kann sehr stark variieren, je nach klimatischen Bedingungen dauert er von 3 Wochen bis hin zu 2 Jahren.
Das Weibchen legt auf dem Wirtstier (Hund oder Katze) und in der Umgebung täglich rund 30 Eier ab, aus denen nach 2-14 Tagen die Junglarven schlüpfen, woraus sich dann die erwachsenen Flöhe entwickeln.
Auch außerhalb des Wirtes können sie bis zu 3 Monate überleben. So befinden sich bis zu 95% der Flöhe und Jugendformen in der Umgebung des Tieres, bevorzugt in Teppichböden, Polstermöbeln und Kissen etc.

Welche Probleme rufen Flöhe hervor?
Flohbisse sind sehr unangenehm für die Tiere und lösen Juckreiz aus, so dass sie sich durch das Kratzen schnell entzünden können. Vor allem beim Hund kann es zudem zu einer Flohspeichelallergie kommen, die sich durch Quaddeln und Bläschen auf der Haut zeigt und auch zum Haarausfall führt.
Des Weiteren können die Flöhe Bandwürmer übertragen, so dass es ratsam ist, nach einer erfolgreichen Flohbekämpfung auch eine Entwurmung durchzuführen.

Wie erkenne ich, ob mein Hund oder  meine Katze Flöhe hat?
Der Juckreiz führt zu vermehrtem Kratzen und bei Katzen außerdem zu starkem Lecken.
Mit einem speziellen Flohkamm lassen sich aus dem Fell erwachsene Flöhe sowie rötlich-braun gefärbter Flohkot herauskämmen, was jedoch nur der Diagnose dient und nicht der Behandlung!

Was tun, wenn mein Hund oder meine Katze Flöhe hat?
Die Behandlung des Hundes oder der Katze erfolgt oftmals durch ein Spot-on-Präparat, das sowohl die erwachsenen Flöhe als auch die Eier und Larven abtötet.
Gleichzeitig sollte das Tier außerdem entwurmt werden, um einen durch die Flöhe übertragenen Wurmbefall auszuschließen.
Da sich jedoch 95% der Flohpopulation im Umfeld des Tieres befindet, ist es von enormer Bedeutung, auch diese zu bekämpfen, so dass es nicht zum erneuten Befall kommt. Hierbei reicht es nicht aus, gründlich zu saugen, da so höchstens die erwachsenen Flöhe entfernt werden, nicht aber die Eier und Larven, die sich tief im Teppichboden oder in Dielenspalten verstecken. Um auch diese abzutöten, gibt es spezielle Präparate wie Sprays o.ä.. Bei sehr starkem Befall empfiehlt es sich einen Kammerjäger zu Rate zu ziehen.
Zudem sollte insbesondere der Liege- und Schlafplatz intensiv durch heißes Waschen der Decken und Kissen (mind. 60°C) gereinigt werden. Dinge, die nicht heiß gewaschen werden können, sollten in Plastiktüten luftdicht verpackt mehrere Tage tiefgefroren werden.
 
Goto Top